Leitfaden zur Ameisenhaltung
Für viele Einsteiger stellen sich immer wieder dieselben Fragen bezüglich der ersten Schritte ihrer zukünftigen Ameisenkolonie.
Nun gibt es zum einen etliche unterschiedliche Arten und Bedürfnisse als auch verschiedene Möglichkeiten, an Ameisen zu kommen.
Natürlich kann man sich inzwischen eine ganze Menge der verschiedensten Arten kaufen, auch bereits mit mehreren Arbeiterinnen, aber viele wollen auch gerne ihre Gyne selbst beim Schwarmflug einfangen und bei der Gründung beobachten.
Hierbei ist grundsätzlich einmal zu unterscheiden, ob es sich dabei um eine claustral gründende Art wie zB Lasius niger oder um eine semiclaustral gründende zB Myrmica rubra handelt, um hier nur einmal die bekanntesten zu nennen.
Für beide Fälle benötigt man ein dafür vorbereitetes Reagenzglas als Nest bzw als Gründungskammer.
Gründungskammern sind in der Natur selten größer als nötig, daher sollte man darauf achten, dass diese im Reagenzglas auch nicht übermäßig groß ausfällt.
Bei den claustral gründenden Arten kann man diese nun mit einem Wattepfropf verschließen und die Gyne für die kommenden Wochen an einem ruhigen, dunklen Ort legen, wo sie völlig abgeschlossen (claustral) die ersten Arbeiterinnen (Pygmäen) aufziehen kann. Eine Fütterung ist in dieser Zeit nicht nötig und würde sie nur stören, auch ein häufiges Nachsehen sollte unterlassen werden.
Die Gyne nutzt dafür ihre körpereigenen Reserven, wie Fettpolster und die nicht mehr benötigte Flugmuskulatur.
Natürlich sollte man auch das RG nicht offen lassen, da ein dauernder Luftzug der Königin ein nicht verschlossenes Nest vermittelt und sie aufgrund dieser Dauerstresssituation die Eiablage verweigert, bereits gelegte Eier oder auch die bereits vorhandenen Larven wieder verspeist.
Dies ist einer der häufigen Anfängerfehler!
Bei der semiclaustralen Gründung ist es zwar so, dass die Gyne zwar selbständig gründen kann und auch auf keine Hilfsameisen oder sonstiges angewiesen ist, sie kann jedoch ihren Nachwuchs nicht aus den körpereigenen Reserven versorgen und ist daher auf die Nahrungssuche angewiesen.
Man muss sie also während dieser Zeit füttern.
Zu diesem Zweck legt man das RG am besten in eine kleine Box und lässt einen kleinen Eingang am Verschluss für sie offen. So muss man sie nicht großartig stören und Futterreste sind leichter zu entfernen.
Die Futterportionen sollten möglichst klein gewählt werden, da zum einen ein paar kleine Larven keine Unmengen fressen und die Gyne auch keine große Beute transportieren oder zerlegen kann. Eine Stubenfliege wäre für eine Myrmica aber noch kein Problem!
Gut geeignet sind Drosophila oder auch kleine Stückchen von Mehlwürmern oder Puppen, wenn vorhanden.
Natürlich sollte hier bereits auf den Ausbruchschutz geachtet werden, da diese Gynen sehr mobil sind und auf der Suche nach Futter auch gerne Scheiben hochklettern und die Umgebung absuchen.
Optional kann man natürlich eine dünne Gipsschicht einbringen oder auch ein dünn aufgetragenes Sand-Lehmgemisch. Das erleichtert den Ameisen das Laufen und sieht optisch etwas natürlicher aus.
Haben sich dann einmal die ersten Arbeiterinnen entwickelt, kann man sie grundsätzlich noch lange in diesem Reagenzglasnest weiter pflegen. Ameisen brauchen nicht viel Platz und sitzen auch mal mehr oder weniger aufeinander.
Nebenbei ist das Mikroklima im RG auch ziemlich optimal man muss auch nicht regelmäßig befeuchten, zumindest solange sich noch Wasser im Tank des Reagenzglases befindet.
Bei heimischen Arten steht in der Regel dann auch bald die erste Überwinterung an. Befinden sich die Ameisen dann noch im RG-Nest, ist dies auch weitaus besser händelbar als ein großes (und meist viel zu großes) Ytong-Nest.
Hier möchte ich auf [url=http://ameisenportal.eu/viewtopic.php?f=11&t=804]diesen Beitrag[/url] hinweisen, in dem auf die saisonale Anpassung Der Tiere an die kältere bzw auch wärmere Jahreszeit beschrieben wird.
Nun gibt es zum einen etliche unterschiedliche Arten und Bedürfnisse als auch verschiedene Möglichkeiten, an Ameisen zu kommen.
Natürlich kann man sich inzwischen eine ganze Menge der verschiedensten Arten kaufen, auch bereits mit mehreren Arbeiterinnen, aber viele wollen auch gerne ihre Gyne selbst beim Schwarmflug einfangen und bei der Gründung beobachten.
Hierbei ist grundsätzlich einmal zu unterscheiden, ob es sich dabei um eine claustral gründende Art wie zB Lasius niger oder um eine semiclaustral gründende zB Myrmica rubra handelt, um hier nur einmal die bekanntesten zu nennen.
Für beide Fälle benötigt man ein dafür vorbereitetes Reagenzglas als Nest bzw als Gründungskammer.
Gründungskammern sind in der Natur selten größer als nötig, daher sollte man darauf achten, dass diese im Reagenzglas auch nicht übermäßig groß ausfällt.
Bei den claustral gründenden Arten kann man diese nun mit einem Wattepfropf verschließen und die Gyne für die kommenden Wochen an einem ruhigen, dunklen Ort legen, wo sie völlig abgeschlossen (claustral) die ersten Arbeiterinnen (Pygmäen) aufziehen kann. Eine Fütterung ist in dieser Zeit nicht nötig und würde sie nur stören, auch ein häufiges Nachsehen sollte unterlassen werden.
Die Gyne nutzt dafür ihre körpereigenen Reserven, wie Fettpolster und die nicht mehr benötigte Flugmuskulatur.
Natürlich sollte man auch das RG nicht offen lassen, da ein dauernder Luftzug der Königin ein nicht verschlossenes Nest vermittelt und sie aufgrund dieser Dauerstresssituation die Eiablage verweigert, bereits gelegte Eier oder auch die bereits vorhandenen Larven wieder verspeist.
Dies ist einer der häufigen Anfängerfehler!
Bei der semiclaustralen Gründung ist es zwar so, dass die Gyne zwar selbständig gründen kann und auch auf keine Hilfsameisen oder sonstiges angewiesen ist, sie kann jedoch ihren Nachwuchs nicht aus den körpereigenen Reserven versorgen und ist daher auf die Nahrungssuche angewiesen.
Man muss sie also während dieser Zeit füttern.
Zu diesem Zweck legt man das RG am besten in eine kleine Box und lässt einen kleinen Eingang am Verschluss für sie offen. So muss man sie nicht großartig stören und Futterreste sind leichter zu entfernen.
Die Futterportionen sollten möglichst klein gewählt werden, da zum einen ein paar kleine Larven keine Unmengen fressen und die Gyne auch keine große Beute transportieren oder zerlegen kann. Eine Stubenfliege wäre für eine Myrmica aber noch kein Problem!
Gut geeignet sind Drosophila oder auch kleine Stückchen von Mehlwürmern oder Puppen, wenn vorhanden.
Natürlich sollte hier bereits auf den Ausbruchschutz geachtet werden, da diese Gynen sehr mobil sind und auf der Suche nach Futter auch gerne Scheiben hochklettern und die Umgebung absuchen.
Optional kann man natürlich eine dünne Gipsschicht einbringen oder auch ein dünn aufgetragenes Sand-Lehmgemisch. Das erleichtert den Ameisen das Laufen und sieht optisch etwas natürlicher aus.
Haben sich dann einmal die ersten Arbeiterinnen entwickelt, kann man sie grundsätzlich noch lange in diesem Reagenzglasnest weiter pflegen. Ameisen brauchen nicht viel Platz und sitzen auch mal mehr oder weniger aufeinander.
Nebenbei ist das Mikroklima im RG auch ziemlich optimal man muss auch nicht regelmäßig befeuchten, zumindest solange sich noch Wasser im Tank des Reagenzglases befindet.
Bei heimischen Arten steht in der Regel dann auch bald die erste Überwinterung an. Befinden sich die Ameisen dann noch im RG-Nest, ist dies auch weitaus besser händelbar als ein großes (und meist viel zu großes) Ytong-Nest.
Hier möchte ich auf [url=http://ameisenportal.eu/viewtopic.php?f=11&t=804]diesen Beitrag[/url] hinweisen, in dem auf die saisonale Anpassung Der Tiere an die kältere bzw auch wärmere Jahreszeit beschrieben wird.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen